Kann ich über „Auferstehung“ schreiben wie über ein anderes Thema? Nein, mir geht es wie den beiden Mönchen. Sie hatten sich verabredet, dass derjenige, der zuerst stirbt, dem anderen im Traum erscheint und beschreibt, wie es mit der Auferstehung ist. So kommt es, dass der verstorbene Mönch seinem Mitbruder im Traum auf seine neugierige Frage nur antwortet: „Es ist ganz anders!“ Er hat keine Worte für das „Wie“, sondern nur für das „Dass“ der Auferstehung.
Der Auferstehung, die nicht von dieser Welt ist, kann ich mich mit der Sprache dieser Welt bestenfalls stammelnd annähern. Dietrich Bonhoeffer hat auf eindrucksvolle Weise „gestammelt“: „Von guten Mächten wunderbar geborgen“.
Er bezog das auf die Zeit seiner Haft unter den Nazis. Ich verstehe es auch als eine Annäherung an das, was mich nach dem Tod erwartet.
Udo Lindenberg beschränkt sich lapidar auf die Feststellung: Hinterm Horizont geht’s weiter! Das führt mich zu der Frage, ob die Hoffnung auf eine Auferstehung sich auch „vor dem Horizont“ auswirkt.
Der Theologe Jürgen Moltmann meint dazu: „Ostern kann nicht nur heißen: es gibt ein Leben nach dem Tod. Das klingt wie eine Vertröstung. Ostern muss heißen: Das Leben hier wandelt sich …“
Österliche Auferstehung auch ins Leben vor dem Tod wünschen Ihnen Ihre Kirchenvorsteher/innen aus Bockenem und Königsdahlum – U. Gräbig