„Im Oktober und November bedenken wir eine riesige Bandbreite von Erfahrungen und Gefühlen – vom Empfangen am Erntedankfest bis hin zum Loslassen (-Müs-sen) am Ende des Lebens am Ewigkeitssonntag …
Kennen Sie die „Affenfalle“? In Asien gibt es einen Trick, Makaken-Affen zu fangen. Sie lieben reife Bananen! Man höhlt durch ein enges Loch eine große Kokosnuss aus, legt eine Banane hinein und hängt sie in einen Baum. Schon bald kommt ein Makake und streckt seine Hand durch das enge Loch in die Nuss. Er greift die Banane - und ist gefangen. Das Loch ist so eng, dass er den Arm nicht mehr herausziehen kann, wenn er gleichzeitig die Banane umklammert. Der Affe müsste die Banane loslassen, um sich zu befreien. Aber das bringt er nicht fertig! Er liebt die Banane zu sehr …
Loslassen, frei werden von, um frei zu werden für! Gar nicht so einfach…
Haben, als hätte man nicht“ rät Paulus (1.Kor 7,29ff): Ernte und Besitz teilen, übertragene Macht uneigennützig ausüben, von gewohnten Besitzständen abgeben, letztlich auch das Leben loslassen ... im Wissen, dass es in dieser unvollendeten Welt keine endgültigen Sicherheiten geben kann. Nur eines gilt: Jesus Christus verspricht „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt 28,20). Und mit Blick auf den Ewigkeitssonntag dürfen wir getrost ergänzen „und darüber hinaus“.
Ihre Kirchenvorsteher/innen aus Bockenem u. Königsdahlum – U. Gräbig