… war der Grund, warum am 19./20. September eine muntere Seniorenschar (65 bis um die 90 Jahre!) unser Gemeindehaus bzw. die St.-Pankratius-Kirche bevölkerte. Sie alle wurden vor langer Zeit in unserer Kirche konfirmiert.
Sehr viele hätten ihre Goldene Konfirmation nach 50 Jahren feiern können. Die „grünen“ Konfirmationsjahrgänge 1975 und 1976 gehörten seinerzeit zu den geburtenstärksten und hatten damals mit 64 bzw. 70 (!!) Konfirmandinnen und Konfirmanden. Aber die Gruppe war nicht so groß.
Die größere Gruppe stellten diejenigen, die bereits vor 60 Jahren konfirmiert wurden (1965 oder 1966), sie feierten Diamantene Konfirmation.
Hinzu kam, wer bereits Eiserne Konfirmation (nach 65 Jahren), Gnaden-Konfirmation (nach 70) oder Kronjuwelen-Konfirmation (nach 75 Jahren) feiern durfte.
Die Jubiläumsgruppen werden kleiner: Manche wollen nicht teilnehmen, einige können nicht teilnehmen und leider sind auch viele schon nicht mehr unter uns.
Einige Jubilare waren lediglich am Samstag zur Kaffeetafel im Gemeindehaus. Andere wiederum waren am Samstag nicht dabei, kamen aber am Sonntag. Wer am Samstag nicht da war, hat allerdings eine interessante Vorführung über „Bockenem vor 100 Jahren“ verpasst, die Siegfried Berner aus alten Fotos zu einer musikunterlegten, eindrucksvollen Power-Point-Präsentation verarbeitet hat.
Der Gottesdienst mit Abendmahl, den die Springerpastorin Katrin Frölich gestaltete, begann mit dem feierlichen Einzug der Jubilare und wurde musikalisch umrahmt vom Gospelchor „Gospel Unity“ unter der Leitung von Ulrike Bourehil; an der großen Engelhardt-Orgel war Stefan Imholz zu hören.
Beim Verlesen der Namen und Verteilen der Urkunden war Sportlichkeit angesagt, da die Jubilare bunt gemischt in den vorderen Bankreihen saßen und einzeln aufgerufen und erkannt werden mussten. Neben der Urkunde bekamen die Herren ein bunt emailliertes Kreuz zum Anstecken, die Damen erhielten es als Halskettenanhänger.
Zum Mittagessen war es im Saal bei Kniep/Leichsering schon recht beengt. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Im Anschluss bot die „Gold“-Jubilarin und ehemalige Kirchenvorsteherin Susanne Kempe für Interessierte eine Besteigung des Kirchturms mit Besichtigung von Glocken, Turmuhr und Kirchengewölbe an.
Nach der Jubiläumskonfirmation ist vor der Jubiläumskonfirmation. In zwei Jahren feiern die Konfi-Jahrgänge 1977 und 1978 „Goldene Konfirmation“. Die Organisation ist schon im Vorfeld aufwendig und beginnt früh. Die potentiellen Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu ermitteln, ist nicht einfach, zumal viele nicht mehr in Bockenem wohnen, inzwischen den Namen gewechselt haben - was früher fast ausschließlich die Mädchen betraf – oder bereits verstorben sind. Auch hatten wir in den 70er Jahren noch das Kinderheim in Bockenem, in dem ebenfalls viele Jugendliche im Konfirmandenalter wohnten. Diese zu ermitteln, ist fast unmöglich.
Ein herzlicher Dank geht an unsere Kirchenvorsteherin Conny Hartung, die mit einem fleißigen Helferteam allen ein unvergessliches Wochenende bereitet hat. Ein Wiedersehen nach so vielen Jahren ist schon etwas Besonderes.
Gabi Hinz